The Colonial Style Outdoor Company
--- Río Hurtado - Hurtado - Tel/Fax +56-53-691822 - deutsch/österreichisches Management ---

 
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Datum:Chile Guide Book - von:South American Handbook 2008
Chile Reiseführer Footprint - South American Handbook 2008 lobt und berichtet (S.642)
Hacienda Los Andes, Vado Morillos, Tel.: 053-691822, www.haciendalosandes.com. Hoch angesehene Hazienda in kolonialem Stil mit deutsch-österreichischem Management. Alle Gerichte mit lokalen Produkten und Obst und Gemüse aus organischem Anbau, Experten in Organisation von Reittouren in einzigartiger Landschaft (ab 93.-US $), außerdem Trekking, Mountainbiking und viele andere Outdoor -Aktivitäten von 1-8 Tagen, es wird Englisch und Deutsch gesprochen. Alle Gästezimmer mit privatem Bad/WC, Sauna und Jakuzzi mit Panorama auf Flusslandschaft. Campingplätze verfügbar, G p.P. mit Warmwasserduschen. Anfahrt von Vicuña oder Ovalle über Monumento Nacional Pichasca. (Foto zeigt die Hacienda los Andes und das Tal Rio Hurtado)

Datum:28.Febr.2007 - von:Die Welt - Autor Roland Knauer
Für einen Tag mal den Gaucho raushängen lassen
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Urlaub auf der Hacienda: Reittouren durch die chilenische Wüste eignen sich auch für Anfänger. Die landschaftlichen Erlebnisse sind gewaltig, und die Pferde verfügen über eine grenzenlose Trittsicherheit.

Seinen breitkrempigen Hut möchte Clark partout nicht abnehmen. „Ohne Hut durch die Wüste zu reiten, das ist verrückt.“ Damit hat der Deutsche natürlich Recht. Andererseits wirft die Krempe in der stechenden Sonne der Anden im nördlichen Zentral-Chile einen so starken Schlagschatten in Clarks Gesicht, dass auf Bildern anstelle von Augen, Nase und Mund nur ein schwarzes Oval zu sehen ist. Nach langen Diskussionen gibt es zwei Minuten, in denen die Touristen den hutlosen Reiter zwischen Kakteen und Pfefferbäumen gestochen scharf ablichten können. Schließlich möchte man schon ein Bild von dem Mann haben, der Nichtreiter sattelfest gemacht hat.
Dabei ist es noch keine Woche her, dass man mit flauem Magen in der Hacienda Los Andes angekommen ist. Zwar ist ein chilenisches Pferd um einiges kleiner als die behuften Vierbeiner, die in Deutschland herum laufen. Aus der Perspektive eines Fußgängers aber sieht es immer noch ziemlich groß aus. Und der geplante Ausritt in die Wüste scheint schon daran zu scheitern, dass man auf das Biest gar nicht rauf kommt. Leichtfertig hat Manuela, die mit Clark die Hacienda Los Andes führt, dann auch noch den Namen des Tieres preisgegeben. „Intocable“ heißt das Ross, der „Unberührbare“. Es sieht nicht gerade vielversprechend aus. Manuela aber hält die Zügel fest und erklärt erst einmal die Physiologie des Aufsteigens: Einfach mit einer Hand in die Mähne greifen. Dann den Oberkörper über den Pferderücken schwingen, ein Bein über den Sattel heben und schon sitzt man wie von selbst im Sattel. Zumindest, wenn man dabei den Zügel kurz hält und so das Pferd am Loslaufen hindert.

Die Pferde bringen ungeheuer viel Geduld mit
Ansonsten ist alles ganz einfach, weil die chilenischen Pferde mit einer unendlichen Portion Geduld und nahezu grenzenloser Trittsicherheit über die steinige Reitwege im Gebirge gehen. Das Hauptproblem ist häufig das Loslaufen. Aber mit allen möglichen Schnalz- und Zischlauten, sowie kräftigem Druck der Fersen in die weichen Flanken des Tieres bequemt sich der Vierbeiner nach einem vorwurfsvollen Blick zu seinem Reiter doch irgendwann zum Loslaufen. Danach ist alles ganz einfach, Zügel locker lassen, das Pferd findet seinen Weg selbst am besten. Na gut, manchmal muss man schon eingreifen. Schließlich weiß das Pferd nicht, wo der Reiter hin möchte. Schlimmer noch, im Normalfall vergisst das Pferd den Ballast auf seinem Rücken. Das ist in der Wüste Zentral-Chiles gar nicht so ungefährlich, weil sich ungefähr alle dreißig Meter die Stacheln eines Quisco-Kaktus dem Reiter entgegenrecken.
Krampfhaft erinnert sich der Reiter nun an die Bedienelemente eines Pferdes, die Clark und Manuela vorsorglich aufgezählt haben: Zügel hochzureißen und damit im übertragenen Sinn auf die Bremse treten, wäre in dieser Situation allerdings nur die zweitbeste Lösung. Schließlich lässt sich der einmal zum Halten gebrachte Intocable nur schwer wieder in Gang setzen. Also zieht man bei einem Kaktus auf der linken Seite den Zügel leicht nach rechts, prompt wendet sich auch das Pferd dorthin. Die Linkskurve bereitet nach dieser Grundübung ebenfalls keine Probleme mehr. Kickt der Reiter dem Tier leicht in die Flanken, protestiert sofort das eigene Gesäß. Denn das Pferd nimmt dieses Zeichen als Hinweis auf einen flotten Trab. Während aber ein chilenischer Hintern am Sattel klebt, fällt der Touristenhintern genau in dem Moment immer in die Tiefe, in dem sich der Sattel nach oben bewegt. In Kombination mit den steinigen Wegen führt diese Erfahrung dazu, dass Touristen in der chilenischen Wüste meistens im Schritt reiten.
Endlich ist auch Zeit, die Landschaft zu bewundern
Trotzdem, wer erst einmal im Sattel sitzt, hat spätestens nach einer Stunde das Gefühl, als hätte er bereits sein ganzes Leben im Sattel zwischen den Kakteen und Pfefferbäumen der vierten Region in Chile verbracht. Pferdehufe klacken auf Gestein, Erde staubt auf und wird vom Wind verweht. Jetzt hat der Reiter auch Zeit, die herrliche Landschaft zu bewundern: Grau und lindgrün, ocker und rot, beige und gelb, braun und blasslila ziehen sich die Bergketten unter azurblauem Himmel bis zum Horizont. Nur die dunkelgrünen Flecken in Gestalt einzelner Quisco-Kakteen oder Algarrobo-Bäume stören die Illusion, mitten in ein Gemälde von Monet hinein geritten zu sein.
Kompletter Link zu Welt - Online:
http://www.welt.de/reise/article738635/Fuer_einen_Tag_mal_den_Gaucho_raushaengen_lassen.html







Datum:2006 Neuauflage APA Guide Chile - von:Hacienda Los Andes in APA Guide, Top 10 Aktiv auf Platz 1 !
10 Top Adressen in Chile - wir Hacienda Los Andes gehören dazu - ausgewählt von der Reiseredaktion des neuen Polyglott APA Guide Chile 2006

Der Hamburger Globetrotter, Fotograf und Weltumsegler Clark Stede und seine österreichische Partnerin Manuela Paradeiser haben sich für ihre Hacienda eines der sonnensichersten Fleckchen Erde überhaupt ausgesucht. Das herrliche kolonialzeitliche Landgut im spanischen Patio-Stil ist Basislager für geführte Tages- bis Wochentouren hoch zu Ross oder zu Fuß in die Hochanden. Andere organisierte Ausflüge führen zur Sternwarte Mamalluca oder zu den Höhlen von San Pedro. Die Hacienda serviert chilenische Hausmannskost und gute Weine.

Datum:Jan.2006 - von:Wayne Bernhardson - Moon Guide Books
Wayne Bernhardson – author of Moon Handbooks Chile (USA) ISBN 1-56691-405-1
US $19.95 http://www.moon.com/catalog2/chile.html , just visit us and say’s about our oasis in the Andes:
“..want to tell how impressed I was with the improvements at Hacienda Los Andes since I saw it the first time in early 2001, before it had formally opened. Your attention to detail is just remarkable, and my wife and daughter were enormously impressed with the way you've transformed an abandoned property into a gem…and I'm also impressed with how affordable it is, given the quality of the facilities. In some parts of Chile, you can pay a lot more and get a lot less..”


Datum:August 2005 - von:Reiseführer Autoren Hella Braune und Frank Semper
Die Autoren und Besitzer des Sebra Verlag Hella Braune und Frank Semper haben ihre Lateinamerika-Kompetenz durch eine Reihe von Publikationen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Bände der Nah Dran-Reihe verbinden Reisebegeisterung mit fundierten Länderkenntnissen. Brandneu ist erschienen NAH DRAN CHILE. In der Erst – Auflage berichten die versierten Chilekenner über unsere Hazienda in den Anden:

„Inmitten der noch ursprünglichen ländlichen Region südwestlich von La Serena hat sich vor einigen Jahren Clark Stede, Weltumsegler, passionierter Reiter und langjähriger Tourismusexperte niedergelassen. Nach eigenen Entwürfen ist die Hacienda Los Andes entstanden, ein geräumiger Landsitz in Reichweite der aufstrebenden Andenkordillere mit geschwungenen Torbögen, Erkern und Glockengestühl, gelb und terakottafarben gestrichen.

Clark Stedes Blick war erstmals auf diesen malerischen Ort gefallen, als er mit dem Pick Up vom Elquital kommend durch die klare Luft des Vorgebirges über die Serpentinen der staubigen Paßstrasse in Richtung Ovalle brauste. Die Hügel mit den glänzenden Kuppeln der Sternwarten des Cerro Tololo und des Cerro Pachón lagen bereits hinter ihm, als auf der gegenüberliegenden Seite des Rio Hurtado im Abendlicht ein weißgekalktes Gebäude auftauchte, kaum mehr als eine verfallene Adoberuine, eingerahmt von mächtigen Palmen zwischen deren Mauern einige Ziegen grasten.
Hier ließe sich was machen, dachte Clark und erwarb Grund und Boden, die Ziegen, einige Felder und schließlich die besten kreolischen Pferde weit und breit. Der Abenteurer, der bei den Gauchos im Süden das Reiten erlernt hatte, bietet nun zusammen mit seiner gleichfalls pferdeverrückten Lebensgefährtin Manuela Paradeiser seinen Gästen eine individuelle Form des Reiturlaubs an, mit Ausritten bis über die Höhenwege der Anden, wo Pferd und Reiter allein den Kondoren den Vortritt lassen.
Wer hingegen kürzere Ausritte bevorzugt oder auch nur einige Tage ohne Pferd abschalten möchte, wird sich von den Annehmlichkeiten des Haziendalebens nicht allzu weit fortbewegen. Aus den Fenstern der geräumigen wohltemperierten Zimmer mit den großen Betten und den dicken Matratzen geht der Blick in den Innenhof mit dem Brunnen und streift durch das Tal mit den kerzengerade aufragenden Pappeln.
Schaut man mit dem ersten Tageslicht hinaus, liegt ein Hauch Toskana über dem Land, aber sobald man ins Freie hinaustritt, überwiegt die Westernatmosphäre aus Wiehern und Hufgeklapper. Im Empfangsraum, in dem sich die Gäste zum gemeinsamen Frühstück und Abendessen versammeln, sind Sattel und Geschirr, Sporen und Wagenräder in Reichweite. Das SEBRA-Lesern (aus Nah Dran Bolivien, S. 281) bekannte s/w-Foto der Wild Bunch Bande, um Butch Cassidy und Sundance Kid, den beiden nordamerikanischen bandoleros,
die auf ihren schnellen Pferden vor hundert Jahren in Chile unterwegs waren, hat an der Wand einen würdigen Platz gefunden.
Entlang des munter sprudelnden Wildbachs Rio Hurtado, der das Gletscherwasser von den Bergen bringt, wurden verwunschene Ruhe- und Badeplätze unter den schattenspendenden Weiden angelegt (Rivertrail) und hinter der Pferdekoppel führt der Sierratrail entlang einer ausgetrockneten Quebrada durch eine karge hügelige Landschaft aus Kakteen und kleinwüchsigen algarrobo-Bäumchen zu einigen versteckten Goldminen, die, längst aufgegeben, noch an den Goldrausch erinnern, der einst zur Besiedelung des Tales geführt hatte. Nun haben Clark und Manuela das sterbende Tal des Rio Hurtado zu neuem Leben erweckt und Chiles Tourismuslandkarte ein neues Highlight hinzugefügt.

Manuela, Clark & Team: Tel + 56 (53) 691 822, E-Mail: info@haciendalosandes.com Webseite: www.haciendalosandes.com

Wie kommt man hin?

Besucher der Hacienda Los Andes kontaktieren Clark Stede, der die An- und Abreise arrangieren kann.
Der Bus M&R fährt zweimal täglich um die Mittagszeit 12:30, 15:00, So 18:00 vom Terminal de la Feria in Ovalle, in der Gegenrichtung starten die Busse bereits um 6:00 nach Ovalle ab. Richtung Hurtado geht die Fahrt im Mercedes-Bus mit der aufgepflanzten Fußballfanfare wie durch eine Landschaft des Wilden Westens, Telegrafenmasten entlang der Straße, mit Kakteen übersäte Hügel und schwebende Geier am Himmel.
Auch ins benachbarte Elqi-Tal führt eine Straße, aber die Anbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind rar.“
Wie kommt man an den erstklassigen Reisführer ran? Anrufen oder gleich dem Autor Frank eine Email schreiben!
© SEBRA-Verlag Hamburg Telefax: +49 (0) 40 / 4318 4590 E-Mail: frank@sebra-verlag.de



Datum:Januar 2005 - von:Hacienda Team
Unser Neuzugang: „Ciénago Solitario“. Seit Ende Januar lebt dieser wunderschöne Hengst auf der Hazienda und hält uns auf Trab. Er ist ein reinrassiger Criollo, neun Jahre alt und hat ein waches, aber sanftes Gemüt. Nun hoffen wir auf kleine Criollo-Fohlen in einem knappen Jahr.

Datum:November 2004 - von:Lilo Solcher
Verliebt in Chile (Allgemeine 27.Jan.04)

Warum Weltenbummler Clark Stede wieder sesshaft wurde
- von Lilo Solcher

Es gibt Menschen, die können einfach nicht stillsitzen. Clark Stede ist so einer. Der Weltumsegler, der jahrelang in unserer Zeitung als Fotograf gearbeitet hatte, musste immer wieder aufbrechen, um Neues zu entdecken. Doch dann kam er nach Chile und jetzt sitzt er fest. In der Hacienda Los Andes hat der ehemalige Augsburger eine neue Heimat gefunden. Und weil er so fasziniert ist von der Vielfalt der chilenischen Landschaft und eben nicht stillsitzen kann, führt Stede die Gäste seiner Lodge gerne bei Pferdetouren oder Trekkings in die Berge.
Schon 1993, als er bei der Weltumseglung zwei Monate in Chile festsaß, hat sich der Globetrotter „ein bisschen in das Land verliebt“. In die „wunderschöne Mischung“ von Naturextremen, freundlichen Menschen und angenehmem Klima. „Die Chilenen sagen, Chile ist eine Insel“, erzählt Stede in Augsburg und schaut in die Ferne, als könne er sein Traumland dort sehen, „im Norden die Wüste, im Süden die Antarktis, im Osten die Anden, im Westen der Pazifik“. Und dann die Weite, menschenleer. „Es gibt Ecken, da fährst du stundenlang und siehst keinen Mneschen!“
Der 53-Jährige macht keinen Hehl aus seiner Begeisterung. Schließlich will er ja auch Touristen nach Chile locken, das er als „Einsteigerland für Südamerika“ anpreist. Denn das lang gestreckte Land sei absolut sicher: keine giftigen Tiere, keine bösartigen Krankheiten, keine ernsthafte Kriminalität. Auch deshalb sei es ideal für Individualtouristen, die dank Internet und Reiseführer auf eigene Faust unterwegs seien. „Die Menschen wollen nicht so getrieben werden“, erklärt sich Stede den Trend zu mehr Individualismus.
Der Ex-Weltenbummler und Ex-Weltumsegler hält nicht viel von Reisen von der Stange und hat sich auf Detailberatung für den Einzelnen per Mail und Internet spezialisiert. Das hat ihm viel Lob von Reiseexperten eingebracht ebenso wie seine Einstellung, Touristen nicht als Melkkühe zu betrachten. „Die Leute sollten für ihre Ersparnisse auch Top-Erlebnisse haben“, ist seine Devise. Auch er hat einige Zeit gebraucht, bis er zu dem wurde, was er heute ist.
Zuvor hatte er eine Reittouren-Firma in Patagonien und der Laden brummte. Aber dem Mann, der nicht stillsitzen kann, wurde das alles zu kommerziell. Deshalb fuhr er mit seiner Lebensgefährtin, der Wienerin Manuela, in die chilenische Wüste. Dort wurde den beiden klar, dass sie in ihrem Leben noch einmal einen Traum wahrmachen wollten, den Traum von einer Hacienda. Und bei der Rückkehr sahen sie dann „diese alte, vergammelte Hacienda mit einer Riesenpalme davor“. Kurz entschlossen kaufte Stede die Bruchbude und verkaufte die andere Firma übers Internet.
Natürlich musste er einiges investieren. 15 Monate dauerte der Umbau der 1856 gegründeten Hacienda und dann stand alles wieder so, „wie’s einmal war bis hin zu den Wandbemalungen“. Nur der Garten sei „etwas schöner“ geworden. Das Grundstück ist riesig mit eigener, wenn auch erschöpfter, Goldmine. Trotzdem pflegt Stede gute Nachbarschaft.
Getreu dem Motto „den Kuchen teilen“ kauft er beim Nachbarn frische Produkte für seine Küche. Die chilenische Köchin liebt es mediterran. Dafür muss der Chef einmal pro Woche auf den 80 Kilometer entfernten Fischmarkt. Aber die Hacienda liefert auch viel Eigenes: Wein, Säfte, Marmelade, Honig. „Ich habe schon das Gefühl, in einem Paradies zu leben“, sagt Stede und ein bisschen Sehnsucht schwingt mit. Dabei hat sich der gebürtige Berliner in Augsburg immer wohl gefühlt. „Ehrlich, Augsburg finde ich schön“, lobt er seinen ehemaligen Standort.
Aber Heimat ist für ihn jetzt die Hacienda in Chile, wo Manuela und er „pferdenarrisch“ sein können. Sie sind stolz auf die Creolos, die reinblütigen Abkömmlinge der Konquistadoren – Pferde. Pferdetrekking ist denn auch eine der Hauptattraktionen der Hacienda. Aber natürlich kommen auch Gäste, „die mit Pferden nichts am Hut haben“. Ein Wegebuch mit Pflanzenporträts öffnet den Wanderern die Augen für eine andere Welt. Immerhin gibt es auch noch den Fotografen Clark Stede. „Ein bisschen“ fotografiert er noch, in Schwarz-Weiß – derzeit für einen Bildband über Gauchos.
Auch im Paradies kann der Mann nicht stillsitzen.




Datum:April 2004 - von:Reiter Revue Deutschland - Heidrun Schmitz
Alles, was Ihr wollt
Der gebürtige Berliner Clark Stede reiste 20 Jahre durch die Welt, bevor er das Segelboot gegen den Sattel tauschte und sich auf seiner Hacienda in Chile niederließ. Ein Gespräch über unkonventionelle Ansichten über das Leben, ein Reiter-Paradies am anderen Ende der Welt, und darüber, warum das Paradies eigentlich nicht in den Anden, sondern in uns selber liegt.

Reiten weltweit: Clark, Du bist als Fotojournalist und Buchautor fast 20 Jahre durch die Welt gereist, bevor Du Dich in Chile niedergelassen hat. Was hat Chile, das andere Länder nicht haben?

Clark Stede: Bei meiner Umseglung des amerikanischen Kontinents kam ich 1992 eher zufällig nach Chile. Es war einer der kältesten Winter in der Antarktis und wir mussten von Oktober bis Dezember an Land warten, bis wenigstens das Eis etwas aufgetaut war. Ich verliebte mich in die fabelhafte Mischung aus traumhafter Natur, liebenswürdigen Menschen, menschlicher Mentalität und schönem Klima. Ein Jahr später kam ich zurück und kaufte 1994 das Land, auf dem meine erste Ranch stand. Doch Chile ist für mich nicht Wohn-, sondern Zwischensitz. Man kann überall zu Hause sein. Ich reise fünf Monate im Jahr. Oft sehne ich mich dann nach meinen Pferden. Das ist etwas ganz neues bei mir, die Sehnsucht nach etwas.

Hattest Du denn schon immer mit Pferden zu tun?
Als ich das erste Mal schief und ängstlich im Sattel saß, war ich schon 44 Jahre. Ich wollte mir das Land meiner ersten Ranch anschauen und dorthin kam man nur mit dem Pferd. Aber ich bin ein von mir stark überzeugter Mensch. Man kann alles, alles das, was man will. Ich bin mit Kamelen durch die Sahara gereist, ohne Lebensversicherung und GPS. Bis heute habe ich keinen Segelschein, obwohl ich fünf Jahre lang alleine mit dem Boot unterwegs war und als Erster ganz Amerika umsegelt habe. Heute reite ich eben, auch ohne Ausbildung. Meine Unternehmen in Chile hatten nie einen Reitunfall. Das liegt nicht daran, dass ich ein super Reiter bin, sondern daran, dass ich mich mit der Art und Lebensform von Pferden beschäftige. Ich liebe Tiere, die lieben mich auch, wieso sollte es dann zu einem Unfall kommen?

Die unbeschwerte Einstellung eines glücklichen Menschen. Hierzulande wirst Du für solche Aussagen allerdings sicher auch als naiv und wenig verantwortungsbewusst abgestempelt. War die deutsche Mentalität Grund für Dich, Berlin zu verlassen?

Da liegt doch der Haken: Man erzählt uns, wir bräuchten diese Ausbildung und jenen Schein, um Reiten oder Segeln zu können. Keiner sagt, dass alles, was man anfängt, im Kopf anfangen, seinen Willen stärken muss. Und genau das vemitteln wir - meine Partnerin Manuela und ich - unseren Gästen auf der Hacienda. Bisher saß noch jeder Anfänger am Ende glücklich auf dem Pferd.
Man kann Deutschland und Chile kaum vergleichen, es sind verschiedene Welten. Hier in den Anden tragen die Menschen eine Armbanduhr fast als Dekoration, niemand interessiert sich für die Uhrzeit. Wenn ich meine alte Heimat besuche, schauen Freunde in den Terminkalender, wann sie für einen Kaffee Zeit haben. Schade finde ich, dass wir Deutschen nicht mehr sehen, wie gut es uns geht. Ich weiß, jetzt werden gleich empörte Leserbriefe geschrieben. Aber Leute, seht Ihr denn nicht den Luxus, in dem Ihr lebt? Wenn ich eine Käsetheke mit 100 Käsesorten sehe, habe ich das Gefühl im Garten Eden gelandet zu sein. Wenn ich hier den Leuten zeige, Gewürze in den Ziegenkäse zu mischen, freuen die sich über das neue Geschmackserlebnis wie kleine Kinder. Es ist schön, wenn man noch Freude empfinden kann Doch ich bin und bleibe Berliner, mit Berliner Schnauze. Ich bin kein Aussteiger, der meint, da draußen ist die Welt heil. Man kann kein Paradies suchen, man muss es in sich selbst finden. Dann eröffnen sich viele Paradiese - die können am Kurfürstendamm sein oder hier im Andental.

Wie sieht Dein Paradies im Andental aus?

Unsere Hacienda hat fast 600 Hektar, davon sind 500 Naturreservat für zahlreiche Wildtiere. Quasi eine Entschuldigung als Mensch an die Tiere, weil wir ihnen soviel Lebensraum genommen haben. Wichtig sind für mich die Menschen hier, die sind so unglaublich freundlich. Die Umgebung der Hacienda, das sind die Anden: grüne Täler, Halbwüsten und Steppen. Pure Wildness, in der man noch die Vögel zwitschern hört. Frische Luft, sternklare Nächte und 310 Sonnentage im Jahr.

Auch das Leben in Südamerika hat nicht nur Sonnenseiten. Der Kontinent wird noch immer in einem Atemzug mit Korruption, politischen Unruhen und Wirtschaftskrisen genannt.

Ich denke, Europäer benötigen dringend ein Klischee, um sich selbst zu sagen, dass sie besser leben. Ich kann mich für Südamerika, besonders Chile verbürgen. Die Leute hier sind Kleinbauern, leben hauptsächlich vom Obstverkauf und den Ziegen. Keiner muss hungern. Wir haben keine Alarmanlagen, auf der Hacienda steckt immer mein Autoschlüssel. Wir haben sehr oft alleinreisende Frauen zu Gast und haben noch nie von Problemen gehört.

Die Gauchos sind für ihre recht ruppige Art im Pferdeumgang bekannt. Du dagegen wirbst im Internet mit gewaltfrei ausgebildeten Criollos. Werdet Ihr von den Einheimischen überhaupt ernst genommen?

Es stimmt, dass hier oft sehr hart ausgebildet wird. Aber nicht, weil man die Tiere nicht mag, sondern weil man es nicht anders kennt. Schließlich spiele die Pferde eine wichtige Rolle bei den Menschen hier. Wir machen alles gewaltfrei im Training, bei uns gibt es nicht einmal ein Lasso um Pferde einzufangen.

Mehr über unsere Trainingsmethode und Fotos:
Manuela bei der Bodenarbeit mit unseren 17-Monate jungen Hengst "Domingo" im Hacienda Coral auf http://www.haciendalosandes.com/de/naturalhorsemanship.htm





Datum:Last summer 2003 - von:Andrew Benson - Chile Autor Rough Guide U.K.
U.K. Rough Guide writer visit our Hacienda in March 2002 and say`s about us:

The first thing you see when arriving at Hacienda Los Andes is a sign welcoming you to "Paradise". I´ve seen this sign or similar ones many a time - elsewhere in Chile where heavenly landscapes and divine locations are admittedly two a peso. But from my initial impression onwards this place lived up to the promise.
Hacienda Los Andes is a little bit of Mexico thrown into a fertile valley of mid-northern Chile - the style of the buildings, with their terracotta roof tiles and yellow walls, would certainly not look out of place in the colonial cities to the west of Mexico City. Indeed, many of the subtly exquisite furnishings and items of decoration were imported from just that country. Yet everything fits into this particular part of Chile, the amazing Norte Chico (Little North), with its giant cacti and a
rid desertlands and the exuberant vegetation of the riverside plantations of papaya, alfalfa, figs and grapevines.
Clark and Manuele, the couple who own and run the hacienda are not Chilean. He is a Berliner, she from Vienna, and they run the joint with Germanic precision, organization and efficiency. But their love of their new home comes over from the outset, they have the knack of forging admirable contacts with the locals - wonderfully reserved yet amiable people - and they have adopted Chile, especially this fabulous region of it, as their own.
The food on offer is not typically Chilean either. Vegetables and fruit, all grown organically on the farm, abound, partly thanks to a dreamlike climate and incredibly fecund topsoil. Succulent meat and fish are served with imaginative sauces and in unusual combinations, perfectly prepared by Rosa the local cook. Yet by using the incredibly flavoursome and appetizing produce fresh from their own land or grown and reared by fellow farmers from the area they again remain faithful to their surroun
dings.
Manuele echoes the quiet reserve of the natives in her understated Austrian way, welcoming but discreet. Clark Stede has the affable charm, sharp sense of humour and garrulous boisterousness typical of many Berliners, and could best be described as a German huaso - Chile´s less famed answer to the gaucho. By his own admission - pace Manuele - his first love is his horses, the Hacienda´s leading attraction.
I'm no horseman but on a challenging six-hour horse trek into the cactus-spiked mountainside never once did I experience a moment of fear. I rode the most noble, gentle steed: "Patriota" was faithful, responsive and patient, and I think I gained enough confidence to contemplate many more rides in the future.
Even the saddles are a joy. They are literally tailored for Clark and Manuela by a talented craftsman from mid-southern Chile where the couple used to live. They had him create a hybrid saddle between a conventional riding model and the type used for rodeos. That way there is no danger of slipping forward as you wend your way down the precipitous bridleways that plunge down from the bone-dry mountaintops into the verdant valley of the Rio Hurtado where the Hacienda sits.
This is not a quiet place - silence is broken by the constant gurgle of the river, the strum of the cicadas and the squawk of parrots flying overhead. Nor is it a still place - all kinds of birds regularly visit the gardens, along with multicoloured butterflies, attracted by the riot of flowers. But it is a supremely restful place - the air is utterly clean, the night skies filled with stars and the nearest town is over one hour's drive away.
So you can take their word for it: Welcome to Paradise!

Andrew Benson, 9 March 2002, Hacienda Los Andes, Hurtado, Chile









Datum:August 2003 - von:Terese Toyos Sessarego / EL MERCURIO Chile
Lesen Sie den begeisterten Bericht von Teresa Toyos und Carla Pinilla, Journalistin und Fotografin für die meist gelesene chilenische Tageszeitung "Mercurio" und das Journal "En Viaje", die erst kürzlich zu Besuch auf der Hacienda Los Andes waren:

Ich, die noch nie in meinem Leben auf einem Pferd gesessen bin, musste soweit reisen, um die Schönheit unseres eigenen Landes kennen zu lernen und zu geniessen - und obendrein noch an der Hand geführt von diesen liebenswürdigen Leuten, die noch nicht einmal aus Chile sind. Wie glücklich kann ich mich schätzen, hierher gekommen zu sein und es freut mich zu wissen, dass Clark und Manuela sich um dieses wunderschöne Stück Erde kümmern. Hoffentlich werden sie immer so weiter machen.
Vielen Dank für die Gastfreundschaft,
Teresa Toyos,
Journalistin für "Mercurio"

Hier spürst Du die frische Luft und das beständige Rauschen des Flusses, dass Dich zum Nachdenken bringt und etwas mehr vom Leben zu wollen...einfach zum Träumen.
Vielen Dank Manuela und Clark,
Carla Pinilla,
Fotografin für "Mercurio"




 

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